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Asien, Asien » “Deutscher” Samstag und Touris erkennt man an den Hosen

“Deutscher” Samstag und Touris erkennt man an den Hosen

So hallole zusammen, nun mal wieder ein Blog von mir. Dass die Blog-Einträge immer weniger werden, hmm, das liegt daran, dass sich bei uns echt ganz gut der Alltag eingestellt hat, das soll jetzt nicht heissen, dass unser Leben hier nicht interessant und spannend wär, aber ist eben Alltag und ihr schreibt ja auch nicht jeden Tag Tagebuch zuhause ;-)
Aber wir bemühen uns, euch regelmässig auf dem Laufenden zu halten, und so könnt ihr euch über mindestens einen Blog-Eintrag pro Woche freuen.

So genug Vorgeplänkel, nun gehts los, und zwar will ich mal beim letzten Wochenende anfangen, da am Wochenende meist ja ein wenig mehr zu berichten ist. Also wie immer freitags bin ich bei der Arbeit früher gegangen. Oh Mann, ich bin schon so weit, 17:20 Uhr als früher zu bezeichnen, in Friedrichshafen wäre früher um 15:00 Uhr gewesen, aber hier ticken die Uhren ein wenig anders :-( Nun gut, ich habe Julia zuhause abgeholt und wir sind zu Werner’s Oven gefahren, seit unserem letzten Besuch dort unsere Lieblingsbäckerei, die nur eine halbe Autostunde entfernt ist :-D Dort haben wir dann Gebäck für das Samstagsfrühstück und noch ein Lecker-Vollkornbrot gekauft. Auf dem Rückweg sind wir dann noch an einem Hawker-Center vorbei, in der Adams Road. Das ist ein Hawker Center, in dem es hauptsächlich malayisches und indisches Essen gibt. Dort haben wir uns Murtabak (gefalteter dünner Pfannkuchen mit Hähnchenfleisch, Zwiebeln und Ei als Füllung und Curry-Dip) und leckere Satay-Spiesse (Fleisch am Spiess mit Erdnusssauce) zum Abendessen gekauft. Das haben wir dann daheim verspeist. Abends haben wir uns dann wieder wie immer freitags einen alten deutschen Film angeschaut.

Am Samstag machten wir uns spontan einen “deutschen” Samstag. Nein, das heisst nicht dass wir auf das Shopping verzichtet haben und es heisst auch nicht, dass wir die Klimaanlage runtergedreht haben auf 10 Grad und uns im Pulli in die Wohnung gesetzt haben, sondern das heisst, wir haben uns an dem Tag auf “deutsches” Essen beschränkt. Also gab es zum Frühstück erstmal die Wecken von Werner’s Oven. Die sind echt spitze, muss man einfach immer wieder sagen.
Nachdem ich jetzt grad schon ein paar Worte über die Klimaanlage verloren hab. Die war im Wohnzimmer mal wieder kaputt und spuckte nur noch warme Luft aus. Aber da sind wir mittlerweile cool (trotz der warmen Luft) und sind einfach bevor wir in die Stadt sind beim Management vorbeigegangen und haben gesagt die sollen jemanden vorbeischicken. Als wir die Zusage hatten sind wir dann in die Stadt und ins Plaza Singapura, unsere “Haupt”-Mall. Da gibt es einen Laden an dem unser Pfefferminzmichele und auch Oma eine wahre Freude hätten. Ein Riesenladen mit Stoff und Bastelzubehör. Dort haben wir Julia Startmaterial und Grundausstattung gekauft, dass sie ihre neue Nähmaschine auch gleich nutzen kann. Als wir wieder zuhause ankamen sahen wir auch schon einen Wagen mit Werkzeug vor der Tür und wussten, dass es wohl wieder ne größere Aktion ist mit unserer Klimaanlage. Und tatsächlich fanden wir einen Servicemann auf dem Yard, der den Klima-Kompressor auseinandergenommen hatte. Der werkelte noch weitere Stunden rum, bevor die Klimaanlage dann wieder ging. Hurraaaaa!
Da mir das dann aber doch zu kalt war hab ich mich dann in die Küche begeben, um den nächsten Programmpunkt unseres deutschen Essens zu kreieren. Und ich muss sagen, mein erster Apfelstrudel ist mir wirklich gelungen. OK, kleine Abstriche muss man machen, ich hatte die Äpfel nur ganz leicht gesüsst, wei ich nachher noch was drüberstreuen wollte, was ich vergessen hab. Und auch die gesalzene Margarine war nur bedingt Ersatz für die zerlassene Butter, mit der man den Strudel vor dem Backen bestreichen sollte. Aber alles in allem, warm und mit Vanilleeis. Richtig lecker! Und damit euch das Wasser auch richtig im Mund zusammenläuft findet ihr Bilder in der Galerie davon. Gegen 18 Uhr haben wir uns dann auf dem Weg gemacht und sind mit dem Shuttlebus zum Raffles-Hotel gefahren. Dort haben wir uns mit Ludiwg getroffen, weil wir mit ihm ins “Paulaner” zum Abendessen wollten (http://www.paulaner.com.sg/). Als wir es dann gefunden hatten (auf der Suche wurden wir durch eine Shopping-Mall geschleust, weil der Weg nur dort durch ging) fanden wir es drin dann grad ein wenig zu kühl und haben uns draussen hingesetzt. Ludwig und ich wollten ein Paulaner Dunkel, der halbe Liter zu 7,50 EUR (!!!), aber bis wir das dem etwas begriffsstutzigen Kellner klargemacht hatten dauerte es eine ganze Weile (vielleicht war das sein erster Tag). Er brachte uns dann auch das Bier, aber vor lauter konfus sein hat er dann Julias Eistee komplett vergessen. Als wir dann das Essen bestellen wollten hieß es, dass es Abendessen nur im ersten Obergeschoss im Restaurant gibt. OK, auf den Eistee haben wir verzichtet, wir haben das Bier gezahlt und mit nach oben genommen. Von der Einrichtung her ist das Restaurant echt schön eingerichtet, das hätte potentiell Flair, allerdings war es leise wie auf dem Friedhof und steril wie in einem OP-Saal. Anhand einer riesigen Speisekarte (ja, die Karte war riesig in Zeitungsgrösse, die Auswahl beschränkt) haben Julia und Ludwig Kässpätzle und ich Kassler und ein Würstle mit Sauerkraut und Kartoffeln bestellt. Während wir auf das Essen kam uns Dreien die Vision von einer schwäbischen, weltweiten Restaurantkette, in der es Kässpätzle, Schupfnudeln, Vesperplatte, sauren Käs, sauren Schwartenmagen, Dampfnudeln, Ofenschlupfer, Kratzete…. gibt. Das wär ein Hit! Nach diesen Gedanken waren wir vom gelieferten Essen natürlich ein wenig enttäuscht. Die Kässpätzle sahen aus wie mit einer Pfanne plattgehauene Schupfnudeln, der Käse war fad und es war Spargel (!?!) mit drin. Mein Kassler war gut, aber die Menge war “naja”. Auf jeden Fall hat es ganz ordentlich viel Geld gekostet und wenn die Einheimischen denken, dass das Essen in Deutschland so ist, dann wundert mich nicht, dass keine Touristen kommen, aber das werden die Asiaten über das asiatische Essen in Deutschland vielleicht auch denken. Auf jeden Fall werden wir unseren Besuch nicht ins Paulaner ausführen.
Nach dem Essen sind wir noch in der Gegend rumgeschlendert, muss ne gute Gegend sein, es standen ein paar Ferraris und Lamborginis … rum. Wieder zuhause waren wir gegen 22 Uhr, haben dann noch auf Kalli und Michi gewartet, aber als die um 23:30 Uhr leider noch nicht online waren haben wir und dann nach ein wenig Lesen zu Ruhe gelegt.

Am Sonntag haben wir lange ausgeschlafen und zum Frühstück gab es superleckere Rühreier mit Zwiebeln, Tomaten, Schinken und Käse drin! So, nur um euch richtig neidisch zu machen. Allerdings kam es uns im Wohnzimmer schon wieder recht warm vor, als wir aus dem Schlafzimmer kamen. Und tatsächlich, die Klimaanlage pustete schon wieder nichts als heisse Luft. Naja, wir wollen zufrieden sein, immerhin hat sie nach der gestrigen 3-stündigen Reparatur immerin einene halben Tag funktioniert. Aber am Sonntag ist das Management nicht erreichbar, also mussten wir damit leben. Aber es ist schon sehr warm, wenn man im Wohnzimmer immer so 28 Grad hat. Deshalb sind wir um 14:10 Uhr sind wir in die Stadt gefahren. Und uns fiel auf, dass in Europa wohl nun die Reisezeit für Asien begonnen hat. Aber das ist OK, die Stadt ist von den Millionen Einheimischen, die sich dort sonntags tummeln, noch nicht voll genug, kommt nur alle auch sonntags in die Stadt, ihr habt ja die ganze Woche keine Zeit ;-)  Aber das tolle ist, dass sich die Touristen hier immer selber brandmarken und alle in kurzen Shorts im Indiana-Jones-Look und Sandalen (oft mit Socken) rumlaufen, Einheimische bevorzugen lange Hosen! Wir sind in dann in die Funan-Mall, das ist eine riesige Einkaufsmall nur mit IT- und Elektronik-Shops. Juhu! Super! In einem der Shops haben wir dann eine weitere externe Festplatte im Mini-Format erstanden, um unsere Bilder doppelt zu sichern. Wieder zuhause wäre eigentlich die Muckibude dran gewesen, aber Julchen war nicht so heiss, also bin ich alleine runter und hab ein wenig Ausdauer trainiert. Danach hab ich mit Mama und Papa telefoniert, immer wieder schön zu hören, dass sie auch fleissig auf dem Rad trainieren :-)  Zum Abendessen gab es 3 Mangos, ne Ananas und 2 Bananen. Als wir das Kalli und Michi beim anschliessenden Telefonat erzählten waren die beiden sehr skeptisch, ob das wirklich eine gute Idee sei zu kommen, oder ob sie hier womöglich abnehmen bei uns :-D Das Telefonat war wieder sehr amüsant und hey ihr zwei, hier das verprochene Prospekt vom Supermarkt, sucht euch was fürs Weihnachtsessen aus: Cold Storage Prospekt (Achtung: 14 MB). Danke wieder für das lustige Telefonat.

Am Montag war wieder Alltag angesagt, also die liebe Arbeit. Naja, nicht ganz. Als die Zeit reif war hab ich dann auch beim Management angerufen und mitgeteilt, dass unsere Klimaanlage schon wieder kaputt sei. Die haben dann jemanden geschickt. Der kam so gegen 10:30 Uhr und hat dann (durch eine Mittagspause unterbrochen) sage und schreibe bis 15:10 Uhr an dem Klimakompressor rumgeschraubt. Zwischendurch hat er dann noch 1-2 Kollegen hinzugezogen, so dass die teilweise zu dritt waren. Ich kann nur sagen, dass es sowas in Deutschland vermutlich nicht geben würde, sowas von ineffizient. Abends nach der Arbeit holten wir das Training nach und haben uns aber mal richtig gequält. Anschliessend gab es ein leckeres Abendessen, das Julia vorbereitet hatte (Kürbis-Curry). Nur der Reis hatte einen leicht rauchigen Beigeschmack. OK, vielleicht hätten wir ihn nicht während wir beim Trainieren waren köcheln lassen sollen. Aber bis auf die Kruste unten im Topf konnte man ihn gut essen, und dieser leichte Beigeschmack gab dem Ganzen die richtige Würze.

Von gestern gab es nichts Spektakuläres zu berichten, außer dass Julia mal wieder die “Pest Control” im Hause hatten, aber dieses Mal planmässig. Die kommen normal immer so alle 2 Monate und versprühen irgendwas und schauen dass man von ungeliebten Tierchen aller Art verschont bleibt. Dann haben wir uns einen WLAN-Router gekauft, dass wir mit dem Laptop zuhause nicht immer an das Kabel gebunden sind. Abends waren wir noch im Supermarkt, zum Abendessen hab es leckere Hotdogs. Und den Rest des Abends verbrachten wir mit Lesen und Reden.

So, das war’s mal wieder. Viele Grüße in die Heimat. Wir kommen schneller wieder als euch lieb ist ;-)

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 15. November 2006 um 03:08:21 und abgelegt unter Daniel. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

Eine Antwort zu ““Deutscher” Samstag und Touris erkennt man an den Hosen”

  1. Michi & Kalli meint:

    Hallo Julia, Hallo Daniel,

    lecker Sachen gibts da bei euch. Wird man ja schon satt vom Hinsehen. Michi würde gerne den Pfefferminztruthahn mit den Pfefferminzkroketten und abschliessendem Pfefferminzeis zum Nachtisch bestellen.

    Das entscheiden wir aber besser spontan vor Ort… :o ) Nur noch 4 Wochen! Freuen uns schon drauf!

    Euch noch eine schöne Woche und bis zum Wochenende!

    Gruß
    Michi & Kalli

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