Über uns Blog Galerie Gästebuch Kontakt

 

 

 

 

 

Asien, Asien » Manche Tage bringen nix Gutes

Manche Tage bringen nix Gutes

Der Tag fing eigentlich wie jeder andere an, mit Aufstehen, Frühstücken, Mail abrufen und einen Tagesplan im Kopf zusammenstellen, doch dieser Tag sollte anders werden. Nach dem Frühstück und einem weiteren Kapitel meines sechsten Buches wurde es auch schon recht dunkel am Himmel und es bahnte sich ein schauderhaftes Gewitter an. Also wurde es nix mit Baden gehen und in der Sonne liegen. Nach den ersten paar richtigen Knallern und den wunderschönen Blitzen fing es dann auch noch richtig an zu schütten. Wir kennen ja starken Regen, aber das was hier statt findet ist wirklich noch eine Kaliber größer. Aber uns (Schwaben ;-) )kann ja nichts erschüttern auch wenn man das Gefühl hatte, die Blitze schlagen direkt im Nachbarhaus ein. Nach diesem Naturspektakel nahm ich mal nach längerer Pause (ca. 1 Woche) meine Posaune, übte ein wenig und fand Gefallen an der Englischen Nationalhymne. Auch wenn es die wenigsten glauben aber ich bin jetzt schon fast durch mit dem Heft (konnte ja die ersten paar Seiten überspringen) und brauch unbedingt Notennachschub aus Deutschland! Die Putzfrau ließ irgendwie auch auf sich warten und somit verbrachte ich eine gewisse Zeit mit im Internet surfen und natürlich chatten.

So gegen Elf fiel mir ein merkwürdiges Plätschern auf das aus Richtung Küche kam. Das Geräusch kam von der Decke des Yard und das Wasser plätscherte fröhlich auf unseren Klimakompressor. Ich machte mir so meine Gedanken über einen evtl. Stromausfall und wo das Wasser wohl herkam, schob diese aber erstmal beiseite und beschäftigte mich anderweitig. Nachdem die Putzfrau da war, der das Ganze auch recht merkwürdig vorkam und sie es der Rezeption melden wollte und nach 1-2 Stunden noch niemand kam, blieben mir nicht viele Möglichkeiten übrig. Entweder hätte ich es weiter ignorieren können, Daniel, den ich irgendwann über den Verlauf informiert hatte, hätte probiert es vom Geschäft aus zu klären oder doch selber runter gehen. Da es mir doch irgendwie unangenehm wär, wenn die dann hoch kommen und ich sitz wie eine Kaiserin in der Wohnung nahm all meinen Mut zusammen und ging in dieses Büro. Es ist vergleichbar mit dem Rektorzimmer in der Schule oder dem schwarzen Kämmerchen im Kindergarten. Es ist nicht dunkel oder so, aber es ist kein Raum, in dem ich gern lange bin und mich freiwillig aufhalte wenn es nicht unbedingt sein muss. Mit gutem Zureden und noch ein paar Tipps von Daniel machte ich mich auf den Weg, hatte sogar kurz überlegt ob ich meinen “Pons” mit nehmen sollte, aber das wär wahrscheinlich noch peinlicher geworden. Ich wurde nett in Empfang genommen und der Mann, der dort arbeitet, nahm sich meiner an. Ich hatte ja noch von letzter Woche ein Problem mit dem Herd zu melden und mit diesem fing ich auch an. Er merkte, dass das nächste Problem etwas komplizierter würde und bat mich, mich doch hinzusetzten und ob ich was zum Trinken möchte. Er brachte mich noch völlig durcheinander. Nach einigen Bruchstücken Englisch und mehreren deutschen Flüchen brachten wir es irgendwie gemeinsam hin, dass nun jemand kam um sich das Ganze mal anzuschauen. Ich ging mit einem größeren Selbstbewusstsein wieder in die Wohnung und war soweit mit meiner Leistung ganz zufrieden. In der Wohnung angekommen stellte ich fest, dass zu dem bisherigen Übel auch mal wieder der gesamte Strom in der Wohnung weg war, aber ich bin es ja mittlerweile gewohnt und mit dem Sicherungskasten sehr vertraut. Aber in diesem Fall wartete ich lieber bis der Hausmeister kam denn es stand ja das Wasser auf unserem Yard-Boden und da wollte ich lieber nicht noch mit Strom spielen, wer weiß, warum sich der Strom dieses Mal abgestellt hatte. Ich nutzte die Zeit und fing an, meinen Großeltern einen handschriftlichen Brief zu schreiben. Nach einer ca. einer halben Stunde kam dann auch jemand, es war kurz vor Drei. Er hob diesen Deckel aus der Decke und da kam auch schon ein Schwall Wasser von oben auf ihn herunter. Nun musste erstmal das Leck gefunden werden und das war nicht ganz so einfach, denn es wurden sämtliche Wasserleitung abgedreht und dann wurde jede einzelne wieder auf gemacht. Irgendeine von denen hing mit dem Ganzen zusammen und beim Aufdrehen spritze das Wasser von der Decke wie bei einem Springbrunnen nur halt von oben. Nachdem er wusste, wo der Defekt war funkte er mit der Zentrale und wollte dann jemanden schicken und er sagte mir gleich, dass es vorraussichtlich bis Acht bzw. Neun gehen könnte bis das Ganze erledigt sei. Das sind doch mal tolle Neuigkeiten. Er kümmerte sich dann noch um den Herd und stellte fest, dass dieser falsch angeschlossen war und die Kochfeldplatte unter Strom stehen würde und es deswegen zu einem Kurzschluß käme wenn wir ihn benutzten würden. Da hatte wir ja nochmal Glück dass bis jetzt nix passiert ist. Für unseren Hausmeister kam dann kurz eine Verstärkung die das mit dem Herd dann erledigte und er verabschiedete sich dann für eine gute Stunde. Der Herd lief dann nach Anweisung mal eine gute Stunde mit 200 Grad auf Hochtouren, da es ja hier noch nicht heiß genug war. Es ist nun schwierig dieses Spektakel und dieses Kommen und Gehen in unserer Wohnung zu beschreiben das dann ca. nach 1 Stunde anfing. Ich hätte doch irgendwie heimlich filmen sollen :-)

Also es kam unser Hausmeister mit zwei von der Hausverwaltung. Sie standen in der Küche und diskutierten, bis wieder einer kam. Die Frau die auch dabei war ging wieder und kurz darauf kamen nochmal 2 Männer. Irgendwann hörte ich dann ein sägen und brechen und im Nu hatte ich noch ein größeres Loch in der Decke. Während einem Telefonat mit Kalli und Michi klingelten dann nochmals 2 Männer die auch sogleich mit schwerem Gerät kamen. Als ich im Hausgang diesen riesigen Karton gesehen habe war mir dann schon klar, dass unser Wassertank gewechselt wird. Nun standen in der Küche an die 6-7 Männer und machten sich dort zu schaffen. Irgendwann wurde die Flex angeschmissen und kurz darauf wurde das Stimmengewirr in der Küche auch gleich laut. Es hatte sich der Gehilfe dieser externen Firma in die Hand geflext und es blutete dem entsprechend. Nach dieser Aufregung gingen plötzlich alle und ich, die schon mit den Nächsten telefonierte (Jassi & Tino) nahm die Chance wahr und machte kurz ein paar Fotos von dem Saustall. Es kamen dann nur unser Hausmeister und der Mann von dieser Firma und bauten den Tank alleine ein. Irgendwann kamen dann auch noch 2 andere und halfen beim Aufräumen. Inzwischen war Daniel auch von der Arbeit gekommen und sah noch die letzten Handgriffe und da wir ja unser Bad nicht verwenden konnten mussten wir ins Clubhaus auf Toilette. Unser Hausmeister verließ nach gemachter Arbeit um 19 Uhr, unsere Wohnung. Jetzt kommen am Mittwoch oder Donnerstag nur noch die Maler die das große Loch wieder zumachen und den ganzen Bereich dann neu streichen. Daniel ging dann noch eine wenig Fahrrad fahren und der Abend wurde dann noch mit Kochen/Essen und Berichterstattung ausgefüllt.

So und da behauptet noch jemand mir würde es langweilig werden, von wegen!!!

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 4. Oktober 2006 um 07:52:49 und abgelegt unter Julia. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

Eine Nachricht hinterlassen

Sie müssen angemeldet sein um ein Kommentar zu schreiben.

 

 

 

 
Product quality is one of key performance indicators canadian pharmacy )*< buy viagra soft convenient online store of medicines and specialized system of medicine search online.